Ein Feuerwehr-Aufbau in Rekordzeit

23.09.2016, 10:00 Uhr

Aktueller Bericht aus der schwäbischen Zeitung
Kressbronn sz "Im Vergleich zur Juli-Sitzung sind wir nicht nur deutlich schneller als gedacht, sondern liegen sogar leicht unter dem veranschlagten Budget" - diese erfreulichen Nachrichten hat Kämmerer Matthias Käppeler zum Thema "Kressbronner Feuerwehr" im Gemeinderat am Mittwochabend verkündet. Bereits Ende Oktober soll die einheimische Wehr wieder mit eigenen Fahrzeugen einsatzbereit sein. Wie berichtet war die Feuerwache im Juli bei einem Brand fast vollständig zerstört worden.

Während der vergangenen zwei Monate wurde bei Feuerwehr und Gemeindeverwaltung mit aller Kraft am Wiederaufbau gearbeitet. Deshalb ging der Dank von Bürgermeister Daniel Enzensperger vor allem an Matthias Käppeler, der besonders aufs Gas gedrückt habe. Auch den ehrenamtlichen Helfern bei der Feuerwehr, allen voran den Kommandanten, dankte der Schultes, die mit viel Herzblut und in vielen Nächten dafür gesorgt hätten, dass die Wehr baldmöglichst startklar war.

"Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr wurde in der Rekordzeit von einer Woche wiederhergestellt", lobte der Kämmerer - auch, weil viele umliegende Feuerwehren mit Geräten und Fahrzeugen ausgeholfen hatten. Ab Ende Oktober stehen die Kressbronner Kameraden wieder auf eigenen Füßen. Mit einem eigenen Fuhrpark und Geräten, wie Matthias Käppeler berichtete. So seien bei der Ausschreibung für die vier Fahrzeuge jeweils mindestens zwei Angebote eingegangen. Besonders vorteilhaft sei, dass die Fahrzeuge vom gleichen Hersteller kämen und damit die Kameraden erhebliche Vorteile durch die einheitliche Bedienung hätten. "Normalerweise gibt es bei diesen Fahrzeugen eine Wartezeit von mindestens anderthalb Jahren - da hat sich der Hersteller Rosenbauer mächtig ins Zeug gelegt", so Käppeler mit Blick auf das Lieferdatum für alle vier Fahrzeuge Ende Oktober.

Brandmeldeanlage für die Wehr

Auch bei der Feuerwache an sich sieht es nicht so schlimm aus wie ursprünglich befürchtet: Die Mauern und der Boden der Fahrzeughalle sind weitestgehend unbeschädigt. Die komplette Tragwerkskonstruktion des Daches werde komplett abgebrochen und neu aufgebaut. Die weiteren Gewerke seien bereits an örtliche Handwerker - und auf Rechnung der Versicherung - vergeben worden, führte der Kämmerer aus. Die Versicherung übernehme alle Kosten, es sei denn, die Qualität würde gegenüber dem bisherigen Standard angehoben. Nach dem aktuellen Stand werde jedoch nur der Einbau einer Brandmeldeanlage und eventuell der Aufpreis für eine LED-Beleuchtung beauftragt. "Dank der Mithilfe der Feuerwehrkameraden, der benachbarten Wehren, der zuständigen Behörden, der WGV-Versicherung und auch der hohen Priorisierung innerhalb der Gemeindeverwaltung wird es möglich sein, den Aufbau im Großen und Ganzen bis Ende des Jahres abzuwickeln", so Daniel Enzensperger zum Abschluss - und dafür gab es Applaus von den Räten.

 

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